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Rossmann und dm müssen aufpassen: Die Neuerung bei Kaufland!

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Wer beim Wocheneinkauf nicht mehr zwei Stationen ansteuern möchte, dürfte bald eine Überraschung erleben – denn ein großer Handelsriese krempelt gerade still und leise einen ganzen Sortimentsbereich um.

Der überraschende Vorstoß

Image: IMAGO / Funke Foto Services

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Kund:innen haben es bereits bemerkt: Zwischen Shampoo-Regalen und Zahnpasta-Displays verschiebt sich etwas. Kaufland erweitert seine Drogeriefläche, rückt Pflege- und Kosmetikprodukte stärker in den Fokus und setzt auf ein neu gestaltetes Einkaufserlebnis. Noch wirkt vieles wie ein behutsames Facelift – doch hinter den Kulissen läuft längst ein umfassender Umbauplan, der mehr sein soll als nur ein paar neue Regale.

Aus Insiderkreisen heißt es, das Unternehmen wolle sich nicht länger damit begnügen, lediglich eine „Mitnahme-Abteilung“ für Seife & Co. zu sein. Stattdessen soll ein wahrnehmbarer Qualitätssprung her, der das SB-Warenhaus als echte Alternative zu dm und Rossmann positioniert. Dass dieser Schritt mitten in einem umkämpften Markt erfolgt, sorgt bereits jetzt für aufmerksame

Blicke in der Branche.

Warum sich der Drogeriemarkt wandelt

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Image: IMAGO / CHROMORANGE

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Der Reiz am sogenannten „Beauty-Basket“ ist enorm: Körperpflegeartikel bringen höhere Margen als viele Lebensmittel und schaffen durch hohe Wiederkaufraten treue Kundschaft. Gerade in Zeiten sinkender Einkaufsfrequenzen setzen Händler verstärkt auf Segmente, die emotional besetzt sind und Beratungspotenzial bieten. Rossmann, dm und Müller haben das seit Jahren perfektioniert – Supermärkte hingegen blieben oft bei Standardregalen ohne Erlebnischarakter.

Doch die Karten werden neu gemischt. Verbraucher:innen wünschen sich laut aktuellen Umfragen mehr Transparenz bei Inhaltsstoffen, einfache Orientierung und digitale Services. Gleichzeitig verschärft sich der Preisdruck, weil Discount-Ketten ihre Eigenmarken offensiver bewerben. Für Kaufland bedeutet das: Wer im Drogeriebereich wachsen will, muss mehr bieten als Preisetiketten und Aktionsaufsteller.

So reagiert die Konkurrenz

Image: IMAGO / STEINSIEK.CH

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Schon jetzt beobachten Insider, dass die Platzhirsche im Drogeriefachhandel vermehrt Marketing-Botschaften rund um Nachhaltigkeit und Beratung ausspielen. dm bewirbt

seine App, die Inhaltsstoffe scannt, Rossmann testet Virtual-Make-up-Try-ons. Branchenexpert:innen erwarten kurzfristig gezielte Preisaktionen, sobald erste Effekte der Kaufland-Offensive sichtbar werden – denn Stammkund:innen sind ein wertvolles Gut.

Parallel dazu legen Hersteller Wert darauf, in allen Vertriebsschienen präsent zu sein. Marken aus den Bereichen Anti-Aging, Clean Beauty und Naturkosmetik möchten ihre Produkte nicht nur im Fachmarkt, sondern auch dort platzieren, wo der Großeinkauf für die ganze Familie erledigt wird. Diese Öffnung spielt Kaufland in die Karten – sofern das Einkaufserlebnis stimmt und nicht als liebloser Nachbau wahrgenommen wird.

Auflösung: Das geheime Drogeriestudio in Berlin

Image: IMAGO / Arnulf Hettrich

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Jetzt lüftet Kaufland das gut gehütete Geheimnis: In seiner Filiale Berlin-Prenzlauer Berg hat der Händler ein interaktives Drogeriestudio eröffnet, das als Testlabor für alle künftigen Märkte dient. Drei Monate lang können Kund:innen dort gratis Haut-, Haar- und Kopfhautanalyse über Tablets durchführen lassen; Algorithmen empfehlen anschließend passende Produkte, diedirekt nebenan im Regal stehen. Ein dreistelliges Nummernsystem auf jedem Artikel erklärt sekundenschnell, wofür es gedacht ist, welche Pflegewirkung es verspricht und welchen Duft es trägt – so soll Orientierung ohne lange Beratung möglich werden.

Ob das Konzept flächendeckend ausgerollt wird, hängt vom Feedback dieser Pilotphase ab. Doch das Signal ist deutlich: Kaufland möchte mehr sein als Supermarkt mit Shampoo-Ecke – und nimmt dm sowie Rossmann damit frontal ins Visier. Sollte das Berliner Zukunftsstudio bei den Kund:innen ankommen, könnte der nächste Großeinkauf bald zum Beauty-Erlebnis werden – ganz ohne zusätzlichen Weg.

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