Dieses Rezept erinnert mich sofort an meine Oma. Bei ihr musste ein gutes Mittagessen nie kompliziert sein. Sie konnten den Kühlschrank öffnen, ein paar Kartoffeln, eine Karotte und eine Zucchini herausnehmen und daraus etwas machen, bei dem plötzlich die ganze Familie in der Küche stand und fragte, wann endlich gegessen werden kann.
Genau so waren auch diese Gemüsepfannkuchen. Ich hatte sie lange völlig vergessen, bis ich eines Tages wieder ein paar Gemüsereste zu Hause hatte. Eine Zucchini, eine große Kartoffel und eine Karotte – jeweils zu wenig, um daraus allein etwas Vernünftiges zu kochen. Da fiel mir dieses alte Rezept wieder ein.
Das Gemüse wird einfach geraspelt, mit Eiern und etwas Mehl vermischt und anschließend portionsweise goldbraun gebraten. Viel mehr steckt eigentlich nicht dahinter. Schmecken die kleinen Puffer erstaunlich gut: außen schön knusprig, innen weich und saftig und durch das dennoch verschiedene Gemüse deutlich aromatischer als klassische Kartoffelpuffer.
Seitdem mache ich sie regelmäßig. Besonders praktisch finde ich, dass man keine ungewöhnlichen Zutaten kaufen muss und das Rezept problemlos verändern kann. Mal kommt eine Zwiebel hinein, mal frische Petersilie, manchmal ein bisschen Knoblauch. Wenn ich sie etwas leichter haben möchte, verwende ich nur sehr wenig Öl oder bereite sie sogar in der Heißluftfritteuse zu.
Eines sollte man jedoch nicht aus solchen Rezepten versprechen: Dass man damit automatisch „10 kg in einem Monat“ verliert. Kein einzelnes Gericht sorgt für einen bestimmten Gewichtsverlust. Als gemüsereiche Mahlzeit können die Puffer aber wunderbar in eine ausgewogene Ernährung passen – vor allem, wenn man beim Öl etwas sparsamer ist.





