Deutschland: ADAC warnt Autofahrer vor diesem Wochenende!
Volle Autobahnen, lange Wartezeiten: Der ADAC erwartet für das Wochenende vom 16. bis 18. Oktober 2026 eine Staugefahr, die nahezu das Niveau der Sommerferien erreicht.
Für viele Familien beginnt jetzt die freie Zeit, für andere geht sie bereits zu Ende. Beides trifft an diesem Wochenende zusammen – und der Automobilclub rechnet deshalb mit vollen Straßen. Welche Tage besonders kritisch sind, worauf Autofahrer achten sollten und auf welchen Strecken es eng wird, zeigen die folgenden Seiten.
Ferienwechsel, Pendler, Baustellen: Warum es so voll wird

Der ADAC warnt vor langen Staus auf deutschen
Autobahnen an diesem Wochenende. Gleich mehrere Faktoren kommen dabei zusammen.
Laut ADAC haben derzeit elf Bundesländer gleichzeitig Herbstferien. In einigen beginnen die Ferien gerade, in anderen enden sie – Hin- und Rückreiseverkehr treffen also aufeinander.
Hinzu kommen nach Angaben des Automobilclubs rund 1.120 Autobahnbaustellen in Deutschland, die zusätzlich für Behinderungen sorgen. Bei schönem Wetter sind außerdem viele Tagesausflügler unterwegs.
Freitag und Samstag: Die kritischsten Zeiten

Besonders voll wird es laut ADAC am Freitagnachmittag, wenn Urlauber und Berufspendler gleichzeitig unterwegs sind. Am Samstagvormittag müssen Reisende auf den Routen Richtung Alpen, Küste
und Seen mit Verzögerungen rechnen.
Wer flexibel ist, sollte laut ADAC sehr früh am Samstagmorgen starten oder auf den Sonntag ausweichen. Wer am Freitag fahren muss, kommt früh am Morgen oder am Abend meist besser durch.
> „Die Stoßzeiten zu meiden und möglichst antizyklisch zu fahren, ist nach wie vor der beste Tipp.“ – ADAC-Verkehrsexperte Prof. Dr. Roman Suthold
Rettungsgasse, Pausen, Ladestopps: Darauf sollten Autofahrer achten
Der ADAC gibt Reisenden für das Ferienwochenende mehrere Tipps mit auf den Weg:
– Rettungsgasse: Sobald der Verkehr stockt, muss eine Rettungsgasse gebildet werden. Wer das
nicht tut, zahlt mindestens 200 Euro – bei Behinderung oder Gefährdung anderer mehr.
– Pausen: Etwa alle zwei Stunden eine Pause einlegen.
– E-Auto: Vor der Abfahrt laden, Ladestopps einplanen und eine Ausweich-Ladesäule im Blick haben, falls eine Säule belegt oder defekt ist.
– Tanken: Am günstigsten ist es laut ADAC meist am Vortag kurz vor Mittag. Abseits der Autobahn lassen sich teils mehr als 40 Cent pro Liter sparen.
– Herbstwetter: Regen, Nebel, nasses Laub und erster Bodenfrost können die Fahrbahn rutschig machen. Für Fahrten in hochalpine Regionen empfiehlt der ADAC Winterreifen.
– Ausweichen: Umwege
über Landstraßen bringen selten etwas. Laut ADAC lohnt sich das Verlassen der Autobahn nur bei Staus von mehr als zehn Kilometern oder bei Vollsperrungen.
Auf diesen 13 Autobahnen droht Stau

Wo wird es nun konkret eng? Laut ADAC beginnen die Herbstferien in Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt. In Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland enden sie. Diese Strecken gelten laut ADAC-Stauprognose als besonders staugefährdet:
Autobahn Abschnitt
A1 Hamburg – Bremen – Osnabrück – Köln
A3 Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Passau
A5 Kassel – Frankfurt sowie Karlsruhe – Basel
A7 Hamburg – Hannover – Würzburg – Ulm – Füssen
A8 Stuttgart – München – Salzburg
A9 Halle/Leipzig – Nürnberg – München
A10 Berliner Ring
A13 Berliner Ring – Dresden
A45 Gießen – Hagen – Dortmund
A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
A81 Stuttgart – Singen
A96 Lindau – München
A99 Autobahnring München
Quelle: ADAC-Stauprognose für den 16. bis 18. Oktober 2026
Sperrungen, Abfahrtsverbote und Staus im Ausland
In Nordrhein-Westfalen sind am ersten Ferienwochenende laut ADAC mehrere Vollsperrungen angekündigt: auf der A43 bei Bochum zwischen dem Kreuz Bochum und der Anschlussstelle Bochum-Riemke, auf der A40 bei Mülheim sowie auf der A3 zwischen dem Kreuz Breitscheid und dem Kreuz Oberhausen-West. Als
Stau-Hotspots nennt der Club den Kölner Ring, den Bereich um das Kreuz Kaiserberg sowie den Raum Bochum/Herne/Recklinghausen.
In Bayern können bei hohem Verkehrsaufkommen kurzfristig Abfahrtssperren gelten, um Ortschaften zu entlasten – etwa auf der A7 im Ostallgäu, auf der A8 in den Landkreisen Rosenheim, Miesbach und Berchtesgadener Land, auf der A93 sowie auf der B2 und B23 im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.
Auch jenseits der Grenze wird es voll:
– Österreich: Westautobahn, Tauern-, Inntal- und Brennerautobahn sowie die Fernpassroute. Die Sanierung der Luegbrücke an der Brennerautobahn sorgt für zusätzliche Behinderungen, in Tirol
gelten auf Ausweichrouten Fahrverbote für den Durchgangsverkehr.
– Schweiz: Gotthard- und San-Bernardino-Route sowie die Verbindungen Basel – Zürich – Chur.
– Italien: Brennerroute sowie die Strecken Schweizer Grenze – Mailand und Mailand – Genua.
Bei der Einreise nach Deutschland kann es wegen der Grenzkontrollen zudem zu Wartezeiten kommen.











