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Welfenspeise – die Königin unter den Desserts mit feiner Vanillecreme und Weinschaum

Es gibt Desserts, die auf dem Tisch sofort ein wenig festlicher ausfallen, obwohl sie eigentlich gar nicht so kompliziert sind. Die Welfenspeise gehört für mich genau dazu. Unten eine helle, luftige Vanillecreme, oben eine goldgelbe Weinschaumschicht – wirkt schon optisch das sehr elegant.

Ich mag solche alten deutschen Desserts besonders gerne, weil sie ganz ohne moderne Tricks auskommen. Keine fertige Dessertcreme, keine komplizierten Dekorationen und keine exotischen Zutaten. Milch Stattdessen, Eier, Zucker, etwas Stärke und Weißwein. Daraus entsteht etwas, das viel feiner schmeckt, als die einfache Zutatenliste vermuten lässt.

Die Welfenspeise wird traditionell zweifarbig serviert. Die weiße Schicht steht für die helle Creme, die gelbe obere Schicht wird aus Eigelb und Weißwein gekocht. Gerade in einer Glasschale oder in einzelnen Dessertgläsern sieht das wunderschön aus.

Für Weihnachten passt sie natürlich besonders gut, aber ich finde, dass man sie genauso gut zu Ostern, Geburtstagen oder einfach zu einem Sonntagsessen servieren kann. Der große Vorteil besteht außerdem darin, dass man sie gut vorbereiten kann. Ich mache sie meistens einige Stunden vorher und stelle sie dann kalt. Kurz vor dem Servieren muss man eigentlich nur noch eventuell etwas dekorieren.

Was ich bei diesem Dessert besonders wichtig finde: Der Weinschaum sollte nicht zu schwer werden. Er soll cremig und leicht sein und einen feinen Weißweingeschmack haben, aber nicht wie eine dicke Puddingmasse wirken. Deshalb nehme ich etwas weniger Kraft und gehe vorsichtig mit der Hitze um.

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