Wenn ja, ist weniger Wasser wahrscheinlich die bessere Lösung.
Nach dem Gießen lasse ich überschüssiges Wasser immer vollständig ablaufen und schütte den Übertopf nach einigen Minuten aus.
Gerade bei Grünlilien ist das wichtig, weil ihre dicken, fleischigen Wurzeln etwas Wasser speichern können. Sie müssen deshalb nicht permanent in feuchter Erde stehen.
Ein weiterer Punkt, den viele unterschätzen, ist die Wasserqualität.
Grünlilien können auf bestimmte Mineralien und Salze im Leitungswasser empfindlich reagieren. Besonders bei sehr hartem Wasser können sich mit der Zeit Ablagerungen im Substrat sammeln.
Diese Salze gelangen über die Wurzeln in die Pflanze beziehungsweise konzentrieren sich in der Erde, und häufig zeigen sich Probleme zuerst an den Blattspitzen.
Wenn ich merke, dass immer wieder neue braune Spitzen entstehen, obwohl das Gießen eigentlich stimmt, probiere ich deshalb für einige Wochen weicheres Wasser.
Regenwasser ist dafür sehr praktisch, sofern man sauberes Regenwasser sammeln kann.
Auch gefiltertes Wasser kann eine Möglichkeit sein.
Wer sehr hartes Leitungswasser hat, kann es je nach Wasserqualität teilweise mit weicherem Wasser mischen.
Ich würde daraus aber keine Wissenschaft machen.
Manchmal reicht es schon, die Erde gelegentlich gründlich durchzuspülen.
Dafür stelle ich die Pflanze ins Waschbecken oder in die Dusche und gieße sie langsam mit reichlich Wasser.
Das Wasser läuft unten aus dem Topf heraus und kann einen Teil angesammelter Salze mitnehmen.





